Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.
Das Finanzierungs-Seminar von der Dr. Werner Financial Service AG ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) war mit 42 Besuchern am 09. Febr. 2012 wieder vollkommen ausgebucht. Die von 10.00 - 17.15 Uhr dauernernde Finanzseminar-Veranstaltung brachte eine Vielzahl von Finanzierungs-Informationen über alternative Finanzierungswege außerhalb des Kreditbereichs der Banken. Lebhafte Fragen und Diskussionen der Seminarteilnehmer förderten viel Neues über die beteiligungsorientierte Unternehmensfinanzierung und Anregungen zur bankenfreien Kapitalbeschaffung für alle Seminarbesucher zu Tage.
Dr. Horst Siegfried Werner gab zunächst einen Überblick über die derzeitige Verfassung der Weltwirtschaft und die zukünftige Entwicklung der einzelnen Wirtschaftsräume in Europa, in Nordamerika und in Asien. Es wurde dargelegt, daß eine eigenkapitalbasierte Finanzierung die beste Voraussetzung für das Bestehen im globalen Wettbewerb sei. Da die Wirtschaftsräume immer enger zusammenrücken, potenziere sich der Wettbewerbsdruck, der eine hinreichende Finanzierungskraft bedinge. Selbst mittelständische Unternehmen ständen heute im Wettbewerb mit amerikanischen und asiatischen Unternehmen, die zudem über die Herstellungskosten und den Abgabe-Preis in einem großen Vorteil seien. Hier gelte es, sich durch Innovationen und Automatisierungsinvestitionen sich darauf einzustellen. Da sei nur über eine angemessene Finanzierungsfähigkeit der deutschen Unternehmen möglich.
Alternative Weg zu Kapital und Finanzierung auch in der Euro- und Staatsschuldenkrise über die Kapitalbeschaffungsmärkte wurden ausführlich erläutert. Es wurden die einzelnen Schritte für ein öffentliches Beteiligungsangebot ( Privatplatzierung mit einer Kapitalmarktemission ) zur Investoren- und Kapitalgewinnung dargelegt und beschrieben. Ausführungen zur Bilanzoptimierung z.B. durch den sogen. Debt-Equity-Swap oder durch die Einbringung von Sacheinlagen haben sämtliche Fragestellungen um die Unternehmensfinanzierung ergänzt. Unternehmen müßten lernen, sich für Investoren und Risikokapitalgeber optimal zu präsentieren und sollten dazu ihre dynamische Zukunftsträchtigkeit, ihre Geschäftsperspektiven und ihre unternehmerische Vision darlegen.
Die BaFin-freie "Small-Capital-Platzierung" ab € 50.000,- für kleine Betriebe wurde mit den kapitalmarkt-aufsichtsrechtlichen Beschränkungen dargelegt und das ausserbörsliche Private-Placement mit einem BaFin-Verkaufsprospekt bzw. Wertpapierprospekt bis zu € 200 Mio. dargelegt. Die Beschaffung des Kapitals über ein Online- und Offline-Finanzmarketing wurde erörtert. Schließlich erläuterte Dr. Horst Siegfried Werner die Vermittler- und Finanzdienstleister-Branche sowie die entstehenden Platzierungskosten und Vertriebsprovisionen.
Design und Druck der Kapitalmarktbroschüren und Kapitalmarktprospekte erläuterte Frau Vorstand Kirsten Winkelbach von der Werbeagentur be-clever AG ( www.be-clever-ag.de ) gerade auch vor dem Hintergrund kapitalmarktrechtlicher Regeln für die graphische Präsentation von Verkaufsunterlagen ( z.B. die Pflicht zur farbigen Absetzung einer in den Zeichnungsschein integrierten Widerrufsbelehrung - siehe Bundesgerichtshofs-Rechtsprechung.
Herr Klaus Dieter Hildebrand erläuterte die gesamte Finanzmarkt-Kommunikation zur Einwerbung von privaten Kapitalgebern und Investoren. Er zeigte die Palette des Online-Finanzmarketings auf und verwies auf die wöchentlichen Investoren-Briefe des Emissionsmarktplatzes. Die Unternehmensbeteiligungs-Portale www.emissionsmarktplatz.de und die Anleger-Plattform www.investorenbriefe.de wurden als Marketinginstrumente erläutert.
Somit war auf dem Finanzierungsseminar in Göttingen wieder einmal die Unternehmensfinanzierung durch Anleger und Investoren über die Kapitalmärkte in allen seinen Facetten und praktischen Vorgehensweisen beschrieben.