Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.
Banken sind Finanzdienstleistungs-Unternehmen als Universalbanken (noch) mit Kapitalverteiler-Funktion, so Dr. Horst Werner, in einer tragenden Rolle im Finanz- und Wirtschaftssystem einer jeden nationalen Volks- und Finanzwirtschaft. Der bundesdeutsche Gesetzgeber führt gerade in ersten gesetzgeberischen Entscheidungen in Deutschland das sogen. Trennbankensystem ein ( wie in den USA, Frankreich und England ), was zur Trennung von Investmengeschäft und Privatkundengeschäft in verschiedenen selbständigen Rechtseinheiten führen soll. Die Kreditinstitute müssen in Zukunft ihre eigenen risikobehafteten Investmentgeschäfte vom Kundengeschäft und deren Einlagen trennen. Das soll ihre Zahlungsfähigkeit nachhaltig sichern und damit zur Stabilisierung der Finanzmärkte ohne Bankenrettungen mit Steuergeldern beitragen. Die Vorschriften des Trennbankensystems sollen es ermöglichen, frühzeitig Maßnahmen für in Schieflage geratene systemrelevante Banken ergreifen zu können. Der Bundestag hat Mitte Mai 2013 den entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung beschlossen.
Auf europäischer Ebene wird es zu einer sogen. "Europäischen Bankenunion" kommen, wodurch die Bankenaufsicht für bestimmte Kreditinstitute von den nationalen Behörden ( BaFin und Bundesbank ) auf die Europäische Zentralbank EZB verlagert wird. Mit dem europäischen Gesetzeswerk ( noch in der politischen Abstimmungs- und Entstehungsphase ) einer Bankenunion will die EU erreichen, dass insbesondere länderübergreifende, systemrelevante Banken einer vorausschauenden Kontrolle und Aufsicht über die nationalen Grenzen hinaus unterzogen werden, um auf diese Weise präventiv zu vermeiden, dass Bankenschieflagen nicht durch Weiterungen zu Insolvenzen ganzer Staaten führen können.
Die Aufgabe von Banken ( = Kreditinstitute ) ist die Durchführung von Geldtransfers, die jeder Bürger täglich durch den Überweisungsverkehr erlebt, der insbesondere auch die Gehalts- und Pensions-, Renten- und Sozialleistungszahlungen beinahltet. Daneben betreiben die Banken das Geschäft der Hereinnahme von Spar- und Festgeldanlagen als Passivgeschäft sowie das Überlassen von Kreditkapital als Aktivgeschäft an Privat- und Unternehmenskunden zur Finanzierung von Leistungen und Wirtschaftsgütern. Die volkswirtschaftliche Rolle der Banken mit der Kapitalversorgung aller volkswirtschaftlichen Teilnehmer ist im Kreditwesengesetz (KWG) detailliert definiert. Gerade im Bereich der Kreditversorgung, insbesondere der mittelständischen Wirtschaft sind Banken ein wesentlicher Partner des gesamtwirtschaftlichen Finanzierungssystems, das wiederum das gesamte Wirtschaftssystem am Laufen hält. Zu den Banken als Eckpfeiler der Investment-Anlagen ( Investmentbanking ) und der Realwirtschaft als Kreditfinanzierungs-Partner gibt es nur die Kapital- und Beteiligungsmärkte als Alternativen ( ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ) .
Banken erzielen ihre Erträge direkt oder indirekt aus dem Kapitalüberlassungs-Zins ( praktisch ein Zinsdifferenzgeschäft ), also dem Preis für überlassenes Kapital in einer bestimmten Zeitspanne. Bei Einkünften aus Beratung oder bei Kapitalmarkt-Transaktionen ( M & A Geschäfte ) ist das vereinbarte Honorar die Basis des Einkommens der Banken. Es gibt keinen "Einheitszins", sondern einen Zinspreis der von den Märkten unter Beeinflussung der EZB bestimmt wird. Da also der kurz-, mittel- und langfristige Zins in seiner Höhe durch die Zinssätze für Refinanzierungsgelder der Zentralbanken (EZB ) und ebenso durch die Überlassungsdauer der Darlehen sowie durch das Risiko und die Bonität des Kapitalempfängers ( siehe Basel III ) individuell vereinbart wird, kann die Zinspreisspanne stark differieren. Die Bankkunden erleben das sowohl bei den Habenzinsen auf Sparbüchern und Festgeldkonten ( z.Z. zwischen 0,25 % bis 2,5 % p.a. ), als auch bei den Sollzinsen als Darlehens- oder Kontokorrent-Zinsen, die zwischen 3 % bis 18 % p.a. ( z.B. als Überziehungszinsen ) liegen können.
Durch internationale Spekulationsgeschäfte ist die gesamte Kredit- und Bankwirtschaft in den letzten Jahren stark in die Kritik geraten und konnte wegen hoher Spekulationsverluste und Abschreibungsbedarf ( z.B. aus der Subprime-Krise, Lehmann-Pleite etc. ) ihre Rolle der Kapitalversorung der Wirtschaft nur eingeschränkt erfüllen.