Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.
Der von der Bundesregierung vorgelegte Bundeshaushalt 2013 ist mit Euro 19 Mrd. Neuverschuldung unter den gegebenen Umständen volkswirtschaftlicher „Wahnsinn“. - Wir leben als halbwegs gesunde „wirtschaftliche Insel“ in einem vor der Pleite stehenden Südeuropa mit Bürgschaftsrisiken für den deutschen Steuerzahler von ca. Euro 170 Mrd. Euro. Der Bund vereinnahmt zur Zeit die höchsten Steuergelder aller Zeiten. Wir zahlen zur Zeit die niedrigsten Staatsanleihe-Zinsen aller Zeiten. Die Weltkonjunktur ist rückläufig und die Exporte in die EU werden deutlich zurückgehen. Bei dieser Ausgangslage keinen Sparhaushalt vorzulegen, ist nicht nur grob fahrlässig, sondern schon fast vorsätzlich zum Schaden der kommenden Generation und der zukünftigen Rentner. Wer glaubt, die Welt werde für den Bund so schön weitergehen, wie die Momentaufnahme im 2. Quartal 2012 Glauben machen könnte, der ist ein Träumer.
Wenn sich nur die Steuereinnahmen wieder im Mittel normalisieren; wenn die Zinsen wieder auf einen langjährigen Durchschnittslevel steigen und wenn Deutschland nur ein paar Garantie-Bürgschaften einlösen muss ( was wahrscheinlich ist ); wenn die Bundesbank keine Gewinne mehr an den Bundeshaushalt abführt, weil sie selbst hunderte Mrd. Euro Schulden – ein Schattenhaushalt des Bundes - verdauen muss, dann werden alle Steuer- und Abgabenzahler die Zeche für diesen unverantwortlich unsoliden Haushalt zahlen müssen. Und was ist, wenn der Bund bei der EZB aus einer Art Gewährtragerhaftung nachschießen muss ? Die Politiker betreiben ökonomischen Harakiri. An die nicht bilanzierten und nicht ausgewiesenen, stark steigenden Pensionslasten der öffentlichen Haushalte, war noch gar nicht erinnert. Alles zusammen sind das fast griechische "bad governance" Verhaltensweisen.