Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.
Bei deutschen Unternehmen ist bekannt: je höher die Bereitschaft zur Honorarzahlung, desto besser ihre Bonitätseinstufung durch die Ratingagenturen. Der Gipfel in Deutschland ist der TÜV Rheinland, der alles und jedes bewertet ( selbst Brustimplatate ). Mit dem Markenzeichen "TÜV" läßt sich eben Geld machen. TÜV Rheinland begutachtete positiv die AKURA AG - danach war das Unternehmen pleite. Und die französischen Brustimplantate führten zu einem europäischen Medizinskandal. Sebstverständlich TÜV Rheinland dabei !
In den Ratingagenturen sitzen offensichtlich einige Leute, die anderswo keinen ordentlichen Job bekommen haben und schwadronieren dann über die Vermögens- und Ertragsgüte anderer ( Staaten und Unternehmen ). Mit Angstmacherei vor schlechter Finanzierungsfähigkeit akquirieren die Rating-Vertriebsleute ihre Aufträge, bei denen sie dann ein besseres Standing und eine höhere Bonität an den Finanz- und Kapitalmärkten versprechen: Fazit: "Mit uns bekommen die Unternehmen wieder Kapital !" Je honorschwerer dann der Prüfungsauftrag, je höher die Ratingeinstufung. Nicht wenige Ratingagenturen sind daher nur Parasiten des Kapitalmarktes.
Gefährlich werden Ratingagenturen, wenn sie sich in Wettbewerbsangelegenheiten von Staaten oder Unternehmen vor den Karren zum Kampf gegen Dritte spannen lassen. Mancher läßt sich eben für Geld gern mißbrauchen. So müssen die USA von ihrem jahrzehntelangen Handelsbilanzdefizit und von ihrer Wettbewerbsschwäche auf den globalen Märkten ablenken. Dafür benötigen die USA im "Währungskrieg" mit den Europäern und den Chinesen Mitstreiter, die andere klein machen, damit sie sich selbst mit ihrem Dollar erhöhen können. Der Ratingagentur Standard & Poor´s ist es offensichtlich egal, dass es für einen Staat streitet, der seit Jahrzehnten nur durch exorbitante Schuldenerhöhungen und nur mit der Notenpresse der FED ( = ständig neues Geld drucken ) überleben kann. Was würde der Betriebswirt von einem Unternehmen halten, dass seine Rechnungen und Verbindlichkeiten nur dadurch bedienen könnte, indem der Chef das Geld zwar nicht durch Umsatz verdient, aber im Keller zur Bezahlung seiner Schulden abends einfach das Geld druckt ? Bei Standard & Poor´s gibt es dafür ein AA+ ( so für die USA ). Standard & Poor´s ist – das wissen wir seit der Lehmann-Pleite – im Verdacht, eine "Kampforganisation" für die amerikanische Wirtschaftslobby und für Dollar-Interessen zu sein.
Die Wertlosigkeit von Lehmann-Papieren pfiffen in 2008/2009 über Monate die Spatzen von den Dächern. Wer in Amerika ( nur noch Fast Food und preiswerte China-Ware ) nur ein bisschen die Augen offen hatte, konnte sich selbst die große Betrugsmasche mit den Immobilien und deren Subprime-Papieren zusammen reimen. Aber die Ratingagenturen gaben den Schwindel-Papieren von Lehmann bis zum letzten Tag ein Triple AAA. Für Geld machen eben manche alles. So sind die USA zur größten Blase der Weltwirtschaft geworden, zeigen aber immer mit ihrem Finger auf Europa. Amerikanische Arbeiter waren einmal die wohlhabensten auf der Welt; heute sind es leider nur noch arme Wichte. Das wahre Weltwirtschaftsrisiko sind die USA und ihr hoffnungslos überschuldeter Dollar. Mit warmen Burgern ( McDonalds ) und heißen Waffen allein kann eine Großmacht nicht wettbewerbsfähig sein und nicht überleben. Ob Standard & Poor´s es diesmal rechtzeitig merken ?