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Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.

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HSBC Bank mit einem riesigen Geldwäsche-Skandal von über US-Dollar 50 Mrd. vor dem US-Senat - Bankaufsichtskontrolle versagt - von Dr. Horst Siegfried Werner

Die Reihe der Bankenskandale mit hohen Milliarden-Summen reißt nicht ab. Die international tätigen Geldhäuser scheinen außerhalb jeder Aufsichtskontrolle in eine andere (Unter-)Welt abzugleiten. Es läßt darüber nachdenken, ob die Großbanken mit ihren globalen Verpflechtungen überhaupt noch durch eine Bankenaufsicht kontrollierbar sind. Nach der Barclays Bank mit jahrelangen Zinsmanipulationen im Zusammenwirken mit 20 weiteren europäischen Großbanken steht jetzt die größte europäische Bank und gleichzeitig die viertgrößte Bank der Welt ( dreimal so groß wie die Deutsche Bank ), die HSBC Bank unter schwerstem Anschuldigungen. Der US-Senat erhebt unfassbare Vorwürfe gegen die britische Großbank. Sie soll Milliardenbeträge von Kriminellen mindestens grob fahrlässig zur Geldwäsche in die USA transferiert bzw. durchgewunken haben. Die Banker in der Londoner HSBC-Konzernzentrale hätten ihre internen Aufsichtspflichten sträflich verletzt. Nach massiven Vorwürfen des US-Senats gegen die HSBC Bank ist bereits der Chefkontrolleur der HSBC für die Einhaltung der Unternehmenskultur ( David Bagley, Head of Compliance ) zurückgetreten. Auch der Chef der HSBC Bank, Stuart Gulliver, räumte eine Verantwortung für die Fehler ein. Die HSBC Bank habe ihre Niederlassungen in den USA als "Einfallstor für verdächtige Geschäfte in das amerikanische Finanzsystem" genutzt, sagte US-Senator Carl Levin bei der Senats-Anhörung. Die Vorwürfe gegen die Bank sind in einem 340 Seiten langen Bericht eines Senatsausschusses enthalten.

Der US-Senat wirft der Bank vor, über Jahre hinweg – mindestens seit 2004 - Gelder in Größenordnungen von insgesamt über US-Dollar 50 Mrd. aus dunklen Kanälen ( Drogengelder ? ) in den USA  „weiß“-gewaschen zu haben. Dabei habe die Großbank durch Schlamperei oder durch ( bewußtes ? ) Wegsehen sogar die Finanzierung von Drogenbossen und Terroristen ermöglicht. Durch windige Transaktionen aus Ländern wie Mexiko, Iran, Saudi-Arabien und dem übrigen Nahost sollen HSBC-Filialen demnach auch dem Drogenhandel in die Hände gespielt haben. Allein aus dem Iran wurden in den vergangenen 4 Jahren verdächtige US-Dollar 16 Mrd. transferiert. HSBC habe ihre Niederlassungen in den USA unter Umgehung der US-Vorschriften des Bankensystems genutzt, um anderen ausländischen Filialen Zugang zum US-Geldmarkt zu verschaffen. Der zurückgetretene Compliance-Manager David Bagley gab "schwere Fehler" vor dem Senats-Ausschuss zu. Auch die USA-Chefin der Bank Irene Dorner legte praktisch mit einer Voraus-Entschuldigung ein Geständnis ab. Sie wird nächste Woche vor dem zuständigen US-Senatsausschuss aussagen müssen und kündigte bereits an, sich für Fehlverhalten zu entschuldigen.

Dem Senats-Bericht zufolge transferierte die mexikanische HSBC-Niederlassung allein in den Jahren 2007 und 2008 Dollar 7 Mrd. an die Niederlassung in den USA. Mexikanische und amerikanische Behörden hätten die HSBC Bank gewarnt, dass derartig große Geldbeträge nur mit Hilfe des Drogenhandels zusammengekommen sein könnten. Der US-Senator Levin sagte, die Aufsichtsbehörden müssten darüber befinden, ob der HSBC Bank die Bank-Lizenz entzogen werden müsse, da sie ihre eigenen Filialen nicht richtig kontrolliere.

Kritik äußerten die Senatoren auch an der Bankenaufsichtsbehörde OCC ( "Office of the Comptroller of the Currency" ), die unter anderem für die Niederlassungen ausländischer Banken in den USA zuständig ist. Trotz zahlreicher Hinweise seien die Kontrolleure nicht gegen die HSBC Bank eingeschritten. Deshalb habe sich mit Unterstützung der HSBC die Geldwäsche der Drogen- und Kriminalitätswelt zu einem massiven Problem ausgeweitet. Was nutzt da eine Bankenaufsicht, wie sie z.B. nun in Europa durch die EZB vorgesehen ist und als Lösungsansatz "gefeiert" wird. Der Vorgang mit der HSBC zeigt, wie schnell eine Bankenaufsicht trotz Hinweisen versagen kann. Europa braucht deshalb eine Entflechtung dieser Geld-Giganten ( siehe auch Veröffentlichung von Dr. Horst Siegfried Werner www.finanzierung-ohne-bank.de ), da sie sowohl intern als auch extern praktisch kaum mehr kontrollierbar sind. Dabei muss wohl die Erkenntnis wachsen, dass solche Superbanken in einer eigenen Welt leben und offensichtlich auch bankintern nicht mehr beherrschbar sind, so dass Fehler aus Organisationsverschulden unausweichlich bleiben. Der Vorstandsvorsitzende Stuart Gulliver hat jedenfalls bisher vergeblich eine interne Umorganistion der Bank versucht.

Die britische Bank muss sich auf ein Bußgeld einstellen, das schon sehr bald verhängt und vermutlich wieder durch einen schnellen Vergleich unter den Teppich gekehrt werden wird. Beobachter gehen davon aus, dass die Strafe im hohen dreistelligen Millionenbereich nahe an der Milliarden-Grenze liegen wird. Die UBS ( Schweiz ), die Deutsche Bank und die ING ( Niederlande ) mussten bei vergleichbaren Vergehen jeweils deutlich über US-Dollar 500 Mio. an Strafe berappen. Vor diesem wöchentlichen Skandalhintergrund nimmt es nicht Wunder, dass 25 % der Deutschen laut Umfrage Banker für kriminell halten.

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