Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.
Ein umfassendes Finanzierungskonzept ( siehe www.finanzierung-ohne-bank.de ) sollte aus dem sogen. "äusseren Finanzierungskonzept" ( Darstellung der Finanzierungswege am Finanzierungsmarkt ) und dem "inneren Finanzierungskonzept" ( Darstellung der Umsatz- und Ertragsaussichten ) bestehen. Oder einfacher ausgedrückt:: Was möchte der Unternehmer wo und wie mit hinreichenden Ertragsaussichten finanzieren. Ein solches inneres und äusseres Finanzierungskonzept mit unterschiedlichen Finanzierungswegen ( = alternative Finanzierungsadressaten ) für Unternehmen ist bei jeder Finanzierungsgestaltung bzw. Kapitalmaßnahme aufzustellen. Finanzierungskonzepte sind umso leichter zu erarbeiten, wenn man sich Beispiele von Finanzierungs-Konzepten erfolgreicher Gewerbebetriebe bzw. von Start-up-Unternehmern und Gründer-Unternehmern anschaut. Auf dem Unternehmensbeteiligungs-Portal www.emissionsmarktplatz.de finden Interessierte eine Vielzahl von Beispielen für Finanzierungskonzepte und auf der Anleger-Plattform www.investorenbriefe.de operative Geschäftsmodelle, die mit beteiligungsorientierten Finanzierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt werden.
Als Finanzierungskonzept werden im Grundsatz alle planenden und vorbereitenden Schritte bezeichnet, die der Durchführung und berechnenden Planung einer Finanzierung dienen. Überlegungen zu den Finanzierungswegen ( Kreditfinanzierung, Fördergelder, Beteiligungskapital, öffentliche Bürgschaften etc. ) gehören ebenso zu einem schlüssigen Finanzierungskonzept, wie eine Aufstellung der Ertäge und Aufwendungen ( einschließlich einer Liquiditätsplanung ) des Kapitalnehmers und eine Kalkulation über die Wirtschaftlichkeit ( Tragfähigkeit ) des Vorhabens. So sind z.B. bei einer Unternehmensfinanzierung der Einsatz von verlorenen Zuschüssen aus Förderprogrammen der Länder oder des Bundes oder Unterstützungen der Bürgschaftsbanken mit Landesbürgschaften in einen Finanzierungsweg ebenso mit einzubeziehen wie Risiko- und Wettbewerbsfaktoren späterer Ertragsaussichten..
Das "äussere Finanzierungskonzept" ( = Finanzierungswege am Finanzmarkt )
Das äussere Finanzierungskonzept hat die verschiedenen Alternativen und Möglichkeiten am Finanzierungs- und Kreditmarkt zu eruieren und den besten Finanzierungsweg heraus zu filtern.. Die Unternehmensfinanzierung kann mit einem Bankkredit, mit einer gemischten Finanzierung aus Fremd- und Eigenkapital oder einer Beteiligungsfinanzierung oder einer anderweitigen Liquiditätsschöpfung von aussen in Betracht gezogen werden. Im Rahmen einer Unternehmensaussenfinanzierung sind das Bankdarlehen zu nennen oder auf das Beteiligungskapital als Beteiligungsfinanzierung mit Bareinlagen, materielle Sacheinlagen ( z.B. Immobilien, Maschinen etc.) und/oder immaterielle Wirtschaftsgüter ( z.B. Patente, Lizenzen etc. ) hinzuweisen. Für die Einordnung als Aussenfinanzierung spielt es keine Rolle, wer die Finanzierungsmittel bereitstellt. Mit dem Begriff der Finanzierung von aussenstehenden Dritten werden nur die Herkunftsquellen ( = Mittelherkunft ) zusammengefasst, die das Finanzierungskapital zur Verfügung stellen, damit das Unternehmen seine Investitionen in Betriebsstätten, Maschinen und Warenvorräte finanzieren kann.
So zählen zur Aussenfinanzierung sämtliche Kredite ( Bankkredite oder Gesellschafterdarlehen oder Anlegerdarlehen oder Anleihegelder über Schuldverschreibungen ) in welcher festzinsbelasteten Form auch immer, die von Dritten zur Verfügung gestellt werden. Gelder mit einer Festzinsvereinbarung sind immer bilanzielle Verbindlichkeiten und belasten als "Schulden" die Eigenkapitalquote eines Unternehmens. Ebenfalls als Teil der Unternehmens-Aussenfinanzierung werden bei einer Definition im engeren Sinne Gelder betrachtet, die z.B. von Aktionären an eine Aktiengesellschaft für den Erwerb der Aktien zwecks Kapitalerhöhung gezahlt werden ( natürliche Personen finanzieren die juristische Person "AG" ) oder Kommanditkapital, welches von Kommanditisten bei einer Kapitalaufstockung der Pflichteinlage ( oder sogar der Hafteinlage ) überwiesen wird. In allen Fällen werden Gelder bereitgestellt, die von "außerhalb" des Unternehmens kommen. Das Finanzierungskonzept der "Innenfinanzierung" besteht dagegen aus den Finanzierungsmöglichkeiten über die erarbeiteten Gewinnüberschüsse oder den posiitven Cash-flow. Dieses Finanzierungskonzept ist jedoch nur den am Markt erfolgreicheren Unternehmen vorbehalten.
Neben dem Bankkredit ist die Unternehmensfinanzierung mit Beteiligungskapital von Freunden, Bekannten und strategischen Partnern aus dem eigenen Umfeld oder über ein öffentliches Beteiligungsangebot am Beteiligungsmarkt mit einem klaren Finanzierungskonzept ( www.finanzierung-ohne-bank.de ) eine klassische Form der Aussenfinanzierung. Zur Kaopitalbeschaffung über den Beteiligungsmarkt ist ein guter Businessplan mit realistischen Planzahlen unabdingbare Vorraussetzung für eine erfolgreiche Finanzierung. Folgende Grundsätze sollten den Business-Planzahlen zugrunde gelegt werden:
Das "innere Finanzierungskonzept" ( = die Unternehmens-, Business- und Ertragsplanung )
Zum Finanzierungskonzept gehören insbesondere der Businessplan für das Finanzierungsvorhaben. Deshalb achten sorgfältige Unternehmer darauf, dass die Unternehmensplanung für eine Kapitalbeschaffung professionell mit einer Umsatz- und Ertragsplanung erstellt wird. Es gilt die Tragfähigkeit einer Finanzierungs- und Investitionsmaßnahme zu beschreiben und zu berechnen. Die Finanzplanung ist das Kernstück jeder Rentabilitätsvorschau. Hierzu gehört neben der Ermittlung des Finanzierungsbedarfs eine realistische Umsatz- und Ertragsplanung unter Berücksichtigung vorhandener Marktdaten. Hierbei gilt es wichtige, sogen. "goldene Finanzierungsregeln" zu beachten.
Gegenstände des Anlagevermögens ( z.B. die Geschäftsausstattung ) und das ständig gebundene Umlaufvermögen ( z.B. der Bodensatz an Warenvorräten ) sollten durch Eigenkapital, durch eigenkapitalähnliche Mittel, durch langfrisitge Leasingverträge und/oder langfristig verfügbares Fremdkapital finanziert werden. Es gilt, eine Kongruenz von Finanzierungs- und Lebensdauer des Wirtschaftsguts herzustellen. Das kurzfristige Umlaufvermögen ( z. B. der Umfang des ständigen Warenumschlags ) kann mit kurzfristigen Finanzierungsgeldern unterlegt werden, da die finanzierte Liquidität durch den stetigen Produkt-Abverkauf in kurzer Zeit auf das Konto des Unternehmens zurückfließt. Für das Umlaufvermögen mit guter Umschlagsgeschwindigkeit kann deshalb ein kurzfristiger Banken-Kontokorrentkredit oder zum schnelleren Liquiditätsrückfluss das Factoring eingesetzt werden, die jedoch beide relativ teuer ( ca. 8 - 13 % p.a. an Zins oder Gebühren ) sind. Dr. Horst Siegfried Werner als Finanzierungsfachmann ist kostenfrei bereit ( dr.werner@finanzierung-ohne-bank.de ), auftretende Fragen schnell und kompetent zu beantworten. Folgende weitere Grundsätze sollten den Business-Planzahlen zugrunde gelegt werden:
- erstelle einen Investitions- und Finanzierungs-Aufwandsplan
- erstelle eine Plan-Gewinn- und Verlustrechnung
- hilfreich ist eine Planbilanz als Vorschau der Vermögensentwicklung
- die Unternehmensziel- und Liquiditätsplanung wird in Staffelform oder in Bilanzform erstellt,
- die Beträge sollten nach der Periodenzugehörigkeit ausgewiesen und mindestens auf z.B. volle Tausender gerundet werden ( die Angabe genauer Beträge erweckt bei dem Leser den Eindruck, dass es sich um genau prognostizierte bzw. prognostizierbare Plandaten handelt - es sind jedoch reine Zielvorgaben ) sowie
- alle dargestellten Planzahlen sollten mit einem Risikofaktor gewichtet werden. Ein Überschreiten der Planzahlen lässt sich am Kredit- oder Kapitalmarkt immer besser darstellen, als ein Unterschreiten.