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Unternehmensfinanzierungen ohne Banken über den Kapitalmarkt mit Private Placements oder mit einem Börsengang. Beteiligungsorientierte Finanzierungen anstatt Kreditfinanzierungen, die in die Verschuldung führen.

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Bankenskandal durch Barclays-Manipulation am Libor-Zinssatz unter Beteiligung von europäischen und us-amerikanischen Bankhäusern - von Dr. Horst Siegfried Werner


Bankenskandal ausgelöst durch britische Kreditinstitute: Barclays Bank Zins-Manipulation des Libor-Zinssatzes ist ein handfester Zins-Skandal, so Dr. Horst Siegfried Werner ( www.finanzierung-ohne-bank.de), Zinsbetrug zu Lasten von Investoren und Bankkunden im bewußten Zusammenwirken mit weiteren Bankhäusern. Barclays Bank betrügerisches Verhalten mit globalen Auswirkungen steht nun in der Reihe der Lehmann Bank als Synonym für Betrugsmanagement der Finanzindustrie. Dieser neue weltweite Bankenskandal durch fortwährende Manipulationen des Basiszinssatzes Libor erschüttert erneut die Investment- und Bankenbranche. Die Bankenaufsichtsbehörden und die Börsenaufsicht können gar nicht so schnell der Vielzahl der Wirtschaftsbetrügereien hinterherkommen, wie an der Kundenfront neue Manipulationen von trickreichen Bankern erfunden werden.

Bei der Barclays Bank ist dieser ungeheuerliche Zinsskandal zuerst mit Milliarden-Schäden für Investoren und Bankkunden bzw. Kreditnehmer aufgedeckt worden. In der vergangenen Woche wurde öffentlich, dass mehrere Banken – Ermittlungen laufen auch gegen die schweizerische UBS, die us-amerikansiche City-Group und die Deutsche Bank – mit Erfolg versucht hatten, den berühmten und bei Millionen von Kreditnehmern bekannten Libor-Zinssatz zu beeinflussen. Der Libor-Zinssatz wird nicht nur von einer Bank, sondern immer von einer Gruppe von Banken festgesetzt. Barclays-Manager müssen also Mittäter gehabt haben.

Der Libor legt nicht nur fest, zu welchem Zinssatz sich Banken gegenseitig Geld leihen. Er wird auch als Basiswert für den Handel mit Derivaten verwendet, bei dem Wertpapiere im Nominalwert von weit über 300 Billionen US-Dollar bewegt werden und er ist Berechnungsgrundlage für Millionen Hauskredit- und Sparverträge. Eine Großzahl von Darlehensverträgen sind nämlich nicht an den Leitzins, sondern an den Libor ( = London Interbank Offered Rate ) oder an den vergleichbaren Euribor gekoppelt. Der Libor dient als Basis für viele Finanzprodukte, da er oft als Basiszinssatz betrachtet wird. Dementsprechend kann die Libor-Veränderung auch eine Anpassung bei den Zinssätzen von Festgeldkonten oder Darlehen verursachen und Auswirkungen auf die Investments von Anlegern haben. Der Libor-Zinssatz wird durch den englischen Bankenverband täglich per Umfrage bei 18 teilnehmenden Kreditinstituten festgestellt. Machen die Banker falsche Angaben, können sie den Index manipulieren, obwohl die tatsächlichen Kapitalkosten niedriger sind. Die Zahl der von dieser Zins-Manipulation Geschädigten geht vermutlich weltweit in die Millionen von benachteiligten Kunden bis hin zu den Kleinkunden mit ihren überhöhten Dispozinssätzen.

Den britischen Banken Barclays, HSBC, Royal Bank of Scotland und Lloyds wird zur Last gelegt, ihre Bankkunden gezielt bei der Festsetzung von Zinszahlungen und Hedging-Papieren zu ihrem Nachteil betrogen zu haben. Die Banken sollen zwischen 2005 bis 2009 vorsätzlich falsche Angaben zur Libor-Festsetzung gemacht haben, um die eigenen Zinsgewinne ungerechtfertigt zu steigern und die tatsächlichen Refinanzierungskosten zu verschleiern. Die Banken müssen den Bankkunden ihren Schaden ersetzen, weil sie ihnen Derivate zur Zinsabsicherung für Kredite angeboten hatten, die Bankkunden aber auch nicht hinreichend über die Risiken aufklärten. Die britische Finanzaufsicht spricht von "gravierenden Missständen".

Die Zinsfestsetzungen bzw. Veränderungen orientieren sich durch Variabilität meist am 3-Monats- oder 6-Monats-Libor mit entsprechenden zeitlichen Zins-Neufestsetzungen für die Kredite. Eine nur geringfügige Veränderung des Zinssatzes kann deshalb nicht nur große Volatilitäten an den Börsen auslösen, sondern den Immobilien-Kreditnehmern auch überhöhte, manipulierte Zinsen abverlangen. Wird der Libor nur um 0,1 % nach oben manipuliert, macht das bei einem Millionen-Kredit Euro 1.000,- überteuerte Zinsdifferenz p.a. aus. In der Masse weltweit betrachtet, sind das Zig-Milliarden erschlichene Dollar bzw. Euro in die Kassen der Kreditinstitute.

Nach dem Lehmann-Skandal mit der Subprime-Krise kommt jetzt der Barclays-Bank-Skandal, an dem offenbar wieder alle Banken – wie bei der Lehmann-Pleite – beteiligt sind. Barclays Bank wurde bereits mit Dollar 450 Mio. bestraft und hat diese Strafe akzeptiert in der Hoffnung, dass weitere Detailuntersuchungen unterbleiben. Der Barclays Bank war nachgewiesen worden, dass sie bereits zwischen 2005 und 2009 den Interbanken-Zinssatz Libor zum Nachteil von Kunden manipuliert hatte. Es wird aber weltweit gegen weitere 20 Großbanken ermittelt, darunter auch gegen die UBS und die Deutsche Bank. - Wieder ein Bankenskandal mit weltweiten Erschütterungen. Die Sorgen, dass die Investmentbranche die Realwirtschaft durch Missmanagement, Gier und Betrug in den Abgrund zieht, erhalten neue Nahrung.


 

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